Corona-Strategie Schule /Elternabend [Vorgangsnummer 212772240]

12.10.2020 Thema: Schulische Bildung

Guten Tag!
Ich habe eine große Frage an unseren Landtag bezüglich der Corona-Strategie:
Auf der einen Seite haben wir steigende Corona-Infektionszahlen und es wird abgeraten in den Herbstferien zu verreisen, auf der anderen Seite werden fröhlich Präsenz-Elternabende in den Schulen abgehalten. Auch wenn nur ein Elternteil auf einem Elternabend zugelassen ist, bedeutet das für mich - als Mutter von zwei Kindern - innerhalb von zwei Abenden ca. 60 Kontaktpersonen aus ebenso vielen Haushalten. Ist dies in der derzeitigen Situation wirklich vertretbar? In Zeiten von Homeoffice, Online-Meetings und Vermeidung von großen Menschenansammlungen, sollten Elternabende nur virtuell stattfinden dürfen. Da ich meine schwer chronisch kranke Mutter versorge und zudem noch in einer Arztpraxis arbeite, kann ich mich nicht leichtfertig in solch einen Elternabend setzen. Stellen Sie sich nur mal vor, was dies für Kreise ziehen würde, wenn ich mich anstecken würde. Ich finde es schade, dass ich so keine Möglichkeit habe an einem Elternabend teilzunehmen und bei den Elternabend-Informationen außen vor bin. Ich finde es nicht richtig, dass man im Nachteil ist, wenn man andere schützen möchte und man nicht leichtfertig einen Elternabend besucht. Warum wird nicht festgelegt, dass Elternabende (wo es technisch schon möglich ist) virtuell stattfinden müssen? In der Schule meiner Kinder ist dies technisch schon möglich. Das ist mir unverständlich.

26.10.2020 Antwort: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

Wir können Ihre Bedenken verstehen, möchten Ihnen aber versichern, dass alle bislang vom Kultusministerium im Zuge der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen unter Abwägung unterschiedlicher Interessen und Rahmenbedingungen getroffen wurden. Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung war und ist dabei für alle Entscheidungen prioritär.

Schulveranstaltungen einschließlich der Klassenpflegschaftssitzungen, Elternbeiratssitzungen, Schülerratssitzungen und der Sitzungen der weiteren schulischen Gremien finden nach Maßgabe der Corona Verordnung des Landes Baden-Württemberg statt (CoronaVO). Dies bedeutet, dass diese nur unter den besonderen Voraussetzungen bzw. nach Maßgabe der §§ 2 Absatz 2 sowie 9 und 10 CoronaVO durchgeführt werden dürfen. Demnach sind beispielswiese besondere Hygieneanforderungen einzuhalten. Darüber hinaus haben Lehrkräfte, Eltern, Beschäftigte und andere Personen untereinander einen Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Durch die genannten Maßnahmen soll Infektionsgefahren wirksam und zielgerichtet reduziert, Infektionswege nachvollziehbar gemacht werden.

Die Möglichkeit zur Durchführung von virtuellen Elternabenden ist nach den geltenden Bestimmungen nicht ausgeschlossen. Voraussetzung für deren Durchführung ist insbesondere die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Wir empfehlen Ihnen deshalb, in dieser Frage auf die Schulleitung zuzugehen, um sich nach den vor Ort bestehenden Möglichkeiten zu erkundigen.

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